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Angst ist grundsätzlich etwas Positives.

Sie hilft dabei, nicht ständig in unkontrollierbare oder gar bedrohliche Situationen zu geraten, sondern ihnen auszuweichen und sich dadurch zu schützen. Viele Gefahren werden auf diese Weise vermieden. Angst ist also bis zu einem gewissen Grad gesund. Krankhaft wird sie, wenn sie unzumutbar häufig oder gar ständig auftritt, beispielsweise in Sozialkontakten mit anderen Menschen.

Vertrauen in sich selbst und in die eigene Zukunft zu haben, ist wertvoll.

Nicht selten geht diese Fähigkeit jedoch verloren. Häufig kommt ständig neue Angst auf, dass vorhandene Probleme nicht gelöst werden können und neue Erfahrungen als Problem empfunden werden, auch wenn eigentlich nichts darauf hindeutet. Hinter jeder Ecke scheint das Böse zu lauern. Es ist dann Aufgabe der Therapie, das Selbstwertgefühl wieder herzustellen und den Boden unter den Füßen zu festigen. Als besonders effizient gilt die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie.

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Erwachsenen. Häufig wird Angst in speziellen Situationen empfunden, etwa in einem Flugzeug, in engen Räumen, in Gegenwart bestimmter Tiere (etwa Spinnen und Schlangen) oder in großen Menschenmassen. In diesen Fällen spricht man von spezifischen Phobien. Auch das Erleben von Naturerscheinungen (Blitz, Donner) zählt dazu.

In gesteigerter Form tritt Angst als Panik auf.

Sie wird als existenzielle Bedrohung empfunden, oft in Verbindung mit Herzrasen, Schweißausbrüchen, Zittern, Schwindel und Übelkeit. Panikattacken bewirken in vielen Fällen das Gefühl, komplett den Boden unter den Füßen zu verlieren – bis hin zur Todesangst.