Etwas zu vergessen, ist nicht von Grund auf schlecht.
Im Gegenteil: Es kann helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Nebensächliches beiseite zu lassen. Vergesslichkeit wird jedoch häufig zur Krankheit, die die Lebensqualität der Betroffenen und auch der Angehörigen massiv beeinträchtigt. Heilbar ist Demenz bis heute nicht.
Eine gewisse Vergesslichkeit ist in vielen Fällen normal.
Mal einen Schlüssel zu verlegen und mühsam suchen zu müssen, das kommt vor. Ein anderes Beispiel: Wer Interesse an Fremdsprachen hat, wird feststellen, dass das Behalten von Vokabeln mit steigendem Alter schwieriger wird. Dies hat mit Demenz nichts zu tun. Bevor eine tolerable Vergesslichkeit zur Krankheit wird, vergeht einige Zeit.
Aktiv sein hilft! Was für die körperliche Gesundheit richtig ist, gilt auch für den Kopf.
Ihm durch Lernen, Arbeit, Hobbys und Neugierde immer wieder neue Impulse zu geben, ihn sozusagen zu füttern, hält geistig fit und senkt das Risiko, an Demenz zu erkranken. Zwar gibt es bis heute keine Heilung, doch Prävention bzw. eine Eindämmung der negativen Folgen sind in begrenztem Rahmen durchaus möglich, und zwar in jedem Lebensalter. Dies wiederum bedeutet, dass eine psychotherapeutische Begleitung Sinn ergeben kann, um Hilfestellung zu geben. Insbesondere auch für die Angehörigen.


