Digitale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.
Der Drang, sie zu nutzen, greift immer weiter um sich. Oft stehen dabei Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Erwachsene Menschen können jedoch ebenfalls betroffen sein. Als Erziehungspersonen sind sie ohnehin aufgerufen, sich ernsthaft mit dem Thema zu befassen. Aus berechtigtem Interesse wird oft eine Sucht, erkennbar am Verlust realer sozialer Kontakte und am schwindenden Interesse, sich überhaupt mit Themen außerhalb von Instagram, Facebook, Tiktok und ähnlichen Plattformen zu beschäftigen.
Der Verlust an sozialen Kontakten verläuft unterschiedlich schnell.
Wenn Menschen ihre sozialen Kontakte zugunsten von Computer und Internet verringern, sich immer seltener mit Freunden treffen und, im Fall von Jugendlichen, auch die schulischen Leistungen zunehmend schlechter werden, kann soziale Vereinsamung entstehen. Aus zwei Stunden täglich werden plötzlich vier Stunden und mehr, Betroffene können dies nicht mehr bewusst kontrollieren und gleiten dann in ein stereotypes Klickverhalten ab: Die Gefahr einer Sucht ist dann groß. Hinzu kommt das Risiko einer Radikalisierung durch rassistische und sonstige hassgetriebene Inhalte.
Hier gilt es, aufmerksam zu sein, gegenzusteuern und ggfs. Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Inzwischen gibt es standardisierte Testverfahren, mit denen festgestellt werden kann, wie stark der Grad der Gefährdung ist und ob eine Sucht vorliegt. Welche gesellschaftliche Relevanz das Thema erreicht hat, zeigen die Überlegungen in mehreren Ländern, die Nutzung sozialer Medien per Gesetz einzuschränken. Australien hat dies als erstes Land für Jugendliche unter 16 Jahren getan, Spanien prüft dies.


